Unsere Themen für den Senat

1. Bildung kennt keine Öffnungszeiten: Nachtöffnung der UB erhalten!

Die Öffnungszeiten der UB sind ein Alleinstellungsmerkmal unserer Uni. Aufgrund der knappen Plätze wird die UB gerne rund um die Uhr, insbesondere in Prüfungs- und Hausarbeitenzeiten, genutzt. Sie nachts zu schließen, wie vom Rektorat geplant, wäre angesichts der bestehenden Belastung der Arbeitsplätze kontraproduktiv und würde für uns alle dazu führen, dass wir schwerer an einen Arbeitsplatz und Literatur kommen als derzeit schon.

Ein solch beliebtes Angebot darf nicht Sparzwängen der Uni zum Opfer fallen. Wir sind der Meinung, dass Bildung keine Öffnungszeiten kennt und fordern die Uni daher auf, die Nachtöffnung der UB in möglichst weitem Umfang zu erhalten. Langfristig lässt sich die Nachtöffnung durch Akquise von Drittmitteln sichern.

2. Praxisbezug des Studiums erhalten: ZfS stärken

Das Angebot des Zentrums für Schlüsselqualifikationen stellt für viele von uns neben Praktika den einzigen tatsächlichen Praxisbezug des Studiums dar. So werden beispielsweise durch externe Dozenten zusätzliche Einblicke in die Arbeitswelt geboten, außerdem besteht durch Belegung fachfremder Module auch die Möglichkeit zum Einblick in Themengebiete anderer Fakultäten.

Ein umfangreiches ZfS-Angebot muss unseres Erachtens nicht nur wegen Vorgaben in Prüfungsordnungen, sondern ganz besonders auch wegen der darin vermittelten wertvollen Inhalte sehr im studentischen Interesse sein.

Wir setzen uns daher dafür ein, dass das Kursangebot des ZfS – entgegen der Planungen der Uni – mindestens auf dem aktuellen Niveau erhalten bleibt.

3. Die Möglichkeiten der Exzellenzinitiative ausschöpfen

Die Exzellenzinitiative fördert Innovation und Spitzenforschung an allen teilnehmenden Standorten und stellt eine Möglichkeit dar, Spitzenforschung von privaten Instituten zurück an die Universität zu holen.

Ein Gewinn von Fördermitteln im Rahmen der Exzellenzinitiative verschafft der Uni hohe Haushaltmittel, die nicht nur der Forschung, sondern auch der Lehre zugutekommen. Diese Mittel müssten noch nicht einmal, wie sonst üblich, bei privaten Drittmittelgebern eingeworben werden. Diese Förderung, die nicht zuletzt auch dem Renomee der Uni zugute kommen würde, sollte nicht ungenutzt und unversucht bleiben. In diesem Sinne möchten wir uns im Senat engagieren.

4. Verbesserung der Verkehrssituation: Neue Fahrradstellplätze schaffen!

Wir setzen uns für eine Nachverdichtung und Neuschaffung von Fahrradstellplätzen vor allem im Universitätszentrum in der Innenstadt ein. Mit Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie über den Rotteckring fallen knapp 200 Stellplätze vor der UB weg. Zusätzlich wird die Situation sich durch die KG II-Baustelle in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen. Reine Nachverdichtung wird hier ohne Erfolg sein.

Die Uni muss nachhaltig Druck auf die Stadtverwaltung ausüben, dass rund um Kollegiengebäude und UB eine Vielzahl neuer Stellplätze geschaffen wird. Wir schlagen dafür als erste Sofortmaßnahme eine temporäre Umwidmung von Parkplätzen im Parkhaus Rempartstraße vor, bis dauerhafte Lösungen gefunden sind.

5. Qualifikation vor Quote

Wir sprechen uns für eine diskriminierungsfreie und chancengleiche Uni aus.

Eine pauschalisierte Quote, wie sie im Rahmen von Berufungsverfahren für Professuren im Senat schon mehrfach gefordert wurde, verstößt gegen die Prinzipien des Grundgesetzes und der wissenschaftlichen Arbeit. Unvoreingenommenheit, Neutralität und Chancengleichheit sollten nicht durch symbolische Gesten ersetzt werden: Geschlecht und sexuelle Identität dürfen nicht für Berufungen ausschlaggebend sein. Eine solche Quote würde zudem nur wenigen Wissenschaftlerinnen zugute kommen, aber nicht allen Frauen an der Uni.

Wir setzen uns vielmehr für einen breiten, verständigen Ausbau der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aller Geschlechter ein, von der – bspw. über Coachings und Seminare – eine deutlich größere Gruppe profitieren könnte. Zudem regen wir an, dass der Senat in Zukunft bei Berufungen auf Grundlage anonymisierter Unterlagen entscheiden könnte, um die Chancengleichheit weiter zu erhöhen.

6. EUCOR: Internationalisierung der Uni weiter stärken

EUCOR – The European Campus ist ein Zusammenschluss der Universitäten Mulhouse, Basel, Strasbourg, Karlsruhe und Freiburg, die als europäischer Campus standortübergreifende Lehrveranstaltungen für Angehörige aller beteiligter Hochschulen anbieten. Wir begrüßen die hieraus resultierende Internationalität und die sich für den Einzelnen ergebende Chance, sein Profil zu stärken.

Wir haben uns daher das Ziel gesetzt, EUCOR stärker ins studentische Bewusstsein zu rücken, da die Initiative bisher ein Nischendaschein fristet. Daher setzen wir uns für eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit des Campus ein. Zudem müssen die damit  verbundene Bürokratie und Informationsbeschaffung vereinfacht werden und eine volle Übernahme der Fahrtkosten ermöglicht werden, damit EUCOR sein Potential stärker als derzeit ausschöpfen kann.

Unsere Themen für den Studierendenrat

1. Mit 350.000 € solide Haushaltsführung betreiben

Jeder von uns zahlt pro Semester sieben Euro an den Studierendenrat, womit dieser ein Budget von ca. 350.000 € hat. Dieses Geld sollte zum Wohle aller Studenten eingesetzt werden. Anliegen des RCDS ist es, dass die Studentenvertretung verantwortungsvoll mit den ihr anvertrauten Mitteln umgeht und diese nur für Projekte und Aktionen bereitstellt, welche der Gesamtheit der Studenten zugute kommt. Gelder sollen nicht für ideologische Projekte verausgabt werden oder gar an Gruppen gehen, welche sich gegen einen Teil der Studenten positionieren. Wir sind gegen eine finanzielle Unterstützung einer anarchistischen Bibliothek oder gar „ideologisches Nichtstun“ und fordern, verantwortungsvoll zu haushalten, indem mit Eurem Geld nur Gruppen und Veranstaltungen unterstützt werden, die mit den Studenten in Freiburg in Zusammenhang stehen.

2. Landesweites Semesterticket: Nicht um jeden Preis!

Um die Mobilität aller Studenten zu verbessern, setzen wir uns schon seit längerer Zeit für ein landesweites Semesterticket ein. Dieses muss für jeden bezahlbar sein. Konzepte, die Studenten pro Semester ca. 350 € zusätzlich zum Semesterbeitrag abverlangen, sind nicht tragbar.

Wir finden, dass Fahrten zur Uni, aber auch in der Freizeit, bezahlbar sein müssen. Gerade unter dem Aspekt des knappen Wohnraums in Freiburg, sollte ein günstiges, landesweites Semesterticket eine sinnvolle Alternative bieten.

Zusätzlich machen wir uns stark für die Ausweitung der Zeiten des in der UNIcard enthaltenen Semestertickets auf die Zeit von 18.00 Uhr bis 8.00 Uhr, da es so die Grundmobilität in Freiburg und der nahen Umgebung absichert.

3. Alltagsprobleme lösen statt Symbolpolitik

Der StuRa beschäftigt sich leider viel zu häufig mit sich selbst, etwa indem er sich intensiv mit Anträgen zur Quotierung von Redelisten und Vorstandsämtern zu Gunsten von Frauen und Transgendern befasst.

Zudem debattiert er häufig über Projekte, die mit den Studenten in Freiburg überhaupt nicht in Zusammenhang stehen. Schon ein Antrag zur Unterstützung der „Welcome to Hell“ G20-Gegendemo in Hamburg im letzten Sommer zeigt, wie wichtig eine vernünftige Stimme im StuRa ist.

Wir treten dafür ein, dass der StuRa sein Kerngeschäft wieder stärker wahrnimmt: Den Studienalltag an unserer Uni zu verbessern und die Interessen aller Studierenden zu vertreten. Außerdem stehen wir bereits seit langem für einen Verzicht auf das vom StuRa beanspruchte allgemeinpolitische Mandat.

4. Kein Platz für Extremismus an unserer Uni!

Wir treten gegen jeglichen politischen Extremismus und diskriminierende Vorurteile ein. Der StuRa setzt sich vollkommen richtigerweise gegen Rechtsextremismus ein. Eine solch engagiertes Aufstehen gegen Linksextremismus oder andere Formen des Extremismus findet dagegen nicht statt. Dass ganze Texte der autonomen Antifa in beantragten Stellungnahmen des Vorstands der Studentenvertretung übernommen werden und die Finanzierung der Anschaffung einer Antifa-Flagge beschlossen werden kann zeigt, dass ein Abstand zu diesen Extremgruppen fehlt.

Wir fordern, dass der StuRa sich endlich klar von jeglichem Extremismus distanziert. Stattdessen muss er das gesamte demokratische Politikspektrum vertreten sowie alle Interessensgruppen, die an der Uni vertreten sind, tolerieren.

5. Verbesserte Förderung studentischer Start-Ups

Wir setzen uns dafür ein, dass gründungswillige Studenten in ihren Bemühungen, ein eigenes Unternehmen aufzubauen, vom StuRa stärker unterstützt werden. Zusätzlich fordern wir die Uni auf, die Rahmenbedingungen für Studenten, die ein Unternehmen gründen möchten weiter zu verbessern.

Insbesondere treten wir für eine Stärkung des Gründerbüros der Uni und eine noch verbesserte Kommunikation über dessen Leistungen ein. Es muss eine klare Übersicht der Organisation sowie Unternehmen und Initiativen, die Start-Ups fördern, geben. Als eine weitere Möglichkeit sehen wir die Schaffung einer Plattform für die Vermittlung von Studenten übergreifender Fakultäten untereinander. Da eine Unternehmensgründung viel Zeit in Anspruch nimmt, sollte außerdem auch die Möglichkeit eines Urlaubssemesters eingeräumt werden.

Schließlich fordern wir die Etablierung eines Entrepreneurship-Lehrstuhls sowie die Implementierung der Gründungsthematik in Studiengänge, die auch über die Wirtschaftswissenschaften hinausgehen. Insbesondere Studenten aus den Naturwissenschaften sollten zur Gründung eines Unternehmens noch während des Studiums ermutigt werden. Neben konkreten Studienkonzepten ist auch die Zusammenarbeit von Lehrstühlen der unterschiedlichen Wissensschwerpunkte von zentraler Bedeutung. Diese kann durch gemeinsame Forschungscluster gestärkt werden, wie beispielsweise in der TIME Research Area an der RWTH Aachen.  Wir sehen in diesem Konzept großes Potential um die Entrepreneurship-Thematik zukunftswirksam voranzutreiben und sprechen uns daher klar für die Umsetzung ähnlicher Konzepte auch in Freiburg aus. Ein solches Konzept muss mit vereinter studentischer Stimme vorgetragen werden und daher von anderen im StuRa vertretenen Gruppen und Fachbereichen gemeinsam mit uns vertreten werden.