RCDS und JU kritisieren grün-rote Mehrbelastung für Studenten

„Grün-Rot will, dass künftig jedes Bewerbungsgespräch an einer Hochschule im Land bis zu 100 € kosten soll. Beinahe jeder Student bewirbt sich heutzutage gleichzeitig an mehreren Hochschulen. Immer mehr Hochschulen führen Bewerbungsgespräche durch, um ihre potenziell neuen Studenten besser kennenzulernen. Damit kommen wohl mehrere hundert Euro Bewerbungskosten auf einen Studenten zu. Das macht Baden-Württemberg als Hochschulstandort unattraktiv und verprellt junge Menschen. So schafft es grün-rot tatsächlich, den Studienplatz vom Geldbeutel abhängig zu machen“, warnt der Landesvorsitzende der Jungen Union Baden-Württemberg Nikolas Löbel am Dienstag, 29.10.2013, in Stuttgart.

Nach Plänen der grün-roten Landesregierung soll das Hochschulgebührengesetz abgeändert werden und den Hochschulen auferlegt werden, pro Bewerbungsgespräch bis zu 100 € zu verlangen. „Grün-Rot fährt einen hochschulpolitischen Schlingerkurs. Auf jedes Zick folgt auch ein Zack. Erst wurden Studiengebühren abgeschafft und jetzt muss wohl versucht werden, die jährlich weggefallenen 140 Mio. € für die Qualitätssicherung an unseren Hochschulen über Umwege reinzuholen. Mit dieser Gesetzesänderung schafft es Grün-Rot, die Studienplatzvergabe tatsächlich vom Geldbeutel abhängig zu machen und verfolgt damit einen völligen Irrweg“, kritisiert JU-Landeschef Löbel.

„Schon im letzten Jahr stieg der Verwaltungskostenbeitrag um die Hälfte. Zudem wurden im Sommer Studienbeiträge für die Minderheit der Nicht-EU-Ausländer diskutiert und jetzt will Grün-Rot tatsächlich die Hochschulen verpflichten, allein für die Durchführung eines Bewerbungsgespräches, welches ja nicht zwangsläufig zu einer Zulassung führt, 100 € zu kassieren.  Dies setzt falsche Anreize. Bei gewissen Studiengängen wie z. B. Lehramtsstudiengängen sind Auswahlgespräche eine wirklich sinnvolle Maßnahme als Eignungsprüfung. Außerdem sollen bei außercurricularen Veranstaltungen im Sprachen- und IT-Bereich oder bei Deltaprüfungen nun Gebühren erhoben werden, somit werden die Studienbeiträge quasi durch die Hintertür wieder eingeführt“, erläutert die RCDS-Landesvorsitzende Ronja Schmitt den Standpunkt des CDU-Nachwuchses.

Junge Union und RCDS fordern gemeinsam die grüne Wissenschaftsminister Theresia Bauer auf, von der geplanten Gesetzesänderung Abstand zu nehmen. „Diese Maßnahmen würde die ohnehin schon sehr aufgebrachte Hochschullandschaft abermals schwächen“, erklären JU-Landeschef Löbel und RCDS-Landeschefin Schmitt abschließend.